Mein Patenkind Valentino

Ich habe jetzt ein Patenkind in Borneo. Es heißt Valentino und ist ein Orang-Utan.
Um es gleich klarzustellen: Ich habe die Patenschaft nicht übernommen, weil ich ein großer Terry Pratchett-Fan bin und davon träume, dass Valentino einmal die transdimensionale Bibliothek in der Unsichtbaren Universität übernehmen wird.
Obwohl das ein schöner Gedanke wäre ...


Nein, es geht mir vielmehr darum, dass unsere Verwandten, die Menschenaffen ein Problem haben. Und wir sind daran schuld. So einfach ist das.
In Borneo wird immer mehr Regenwald abgeholzt um Palmölplantagen anzulegen. Die Uran-Utans wiederum sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere der Erde. Mehr noch als alle anderen Primaten sind sie an ein Leben in den Baumkronen angepasst. Wird der Regenwald zerstört, verlieren die Orang-Utans ihre Nahrungsgrundlage und ihren ganzen Lebensraum.

Orang-Utans gehören, wie Gorillas, Schimpansen und Bonobos zu den Großen Menschenaffen. Wir Menschen teilen uns mit dem Orang-Utan 96,5 % des Erbguts, sind also eigentlich nichts weiter als die fünfte Menschenaffenrasse. Die Ähnlichkeiten sind viel größer, als die Unterschiede. 
Im Indonesischen bedeutet Orang „Mensch“ und Hutan „Wald“ – Orang-Utans sind also „Waldmenschen”. Und so einem Waldmenschen in die Augen zu blicken ist ein Erlebnis. Selbst, wenn es nur im Zoo ist, der nunmal schön und gut, aber bestimmt kein Ersatz für die Freiheit in Borneo ist.

Deshalb gilt es, vor Ort zu helfen. Und BOS tut das. Auf deren Homepage habe ich Valentino gefunden.
Er war ein Waisenkind, das sehr krank war, als es gefunden wurde. Überall hatte er Wunden, seine Haut war stark entzündet. Inzwischen geht es ihm besser. Er ist jetzt drei Jahre alt, besucht die Waldschule und trainiert fleißig, Termiten zu fangen und natürlich zu verspeisen.

So eine Patenschaft ist doch wirklich eine wunderbare und persönliche Art, zu helfen. ich jedenfalls habe viel Freude an meinem Patenkind, an Valentino.